Im kleinen theater wird diese Saison
mordsmäßig gehaifischt – und das mit scharfen Zähnen. Bertolt Brechts
waghalsiger und überaus erfolgreicher Theatercoup der "Dreigroschenoper"
aus dem Jahr 1928 hat schon in der Weimarer Republik für Furore gesorgt
...
Die Tradition der Singspiele im kleinen
theater als Hort der feinsinnigen Unterhaltung geht weiter: "Wetterfest im
Liebesnest" heißt ein musika-lischer Abend nach Konzeption und Einrichtung
des Komponisten Friedrich Rauchbauer.
Erstmals Goethe am kleinen theater – und dann
gleich mit den entscheidenden Fragen! Silvia Armbruster wird "Die
Wahlverwandt-schaften" auf die Bühne bringen – ein klassischer Stoff mit
ganz viel Botschaften für das 21. Jahrhundert.
Im kleinen theater geschehen in dieser Saison
mancherlei musikalische Reisen. Mit dazu gehört – neben der
Dreigroschenoper – das Projekt "Superstar sucht Deutschland" von und mit
Herbert Schäfer.
Ein ganz besonderes Solo erwartet uns mit dem
Stück „Oskar und die Dame in Rosa“ von Eric-Emmanuel Schmitt. Die Protagonistin Léonie Thelen, dem Landshuter Publikum seit der Eröffnungspremiere von „Liebe
Jelena Sergejewna“ durch zahlreiche Rollen bekannt und stets Garantin für
hochwertige Schauspielkunst, wird erneut mit allen Facetten ihrer
Persönlichkeit verzaubern.
"Offene Zweierbeziehung", 1983 in Italien
uraufgeführt, zielt direkt und ohne Umschweife auf den offenbar nur schwer
behebbaren wesentlichen Dauerclinch seit Erfindung der Menschheit: Das
Missverhältnis zwischen Mann und Frau.
Sie spielte unter der Regie von Dieter Dorn
und Franz Xaver Kroetz, gehörte zur gefeierten Schauspielerriege des
Münchner Staatsschau-spiels und verzauberte im Münchner Marstalltheater in
der Produktion "Mary Poppins" regelmäßig ihr Publikum.
Nis-Momme Stockmann Die Ängstlichen und die
Brutalen
Nis-Momme Stockmann ist einer der
eindringlichsten und ergreifend-sten der jungen deutschen Dramatiker. Wo
andere vorher abdrehen, geht er bewusst mitten hinein: in den Schmerz des
Alltags, in die Absurdität des handelsüblichen Wahnsinns ...
„Desire“, das bedeutet Wunsch und
Sehnsucht, aber auch Trieb, Begierde. Und ist in Tennessee Williams’
berühmtem, pulitzer-preisgekröntem Drama „Endstation Sehnsucht“ der Name
einer Straßenbahn.
Swetlana Alexijewitsch Landshut strahlt:
Chronik der Zukunft
25 Jahre nach Tschernobyl, mittendrin in der
Fukushima-Katastrophe: Das kleine theater – Kammerspiele Landshut zeigt
unter dem Titel “Landshut strahlt”, wie schnell aus dem gewohnten, bunt
schillernden Alltag greller, rot blinkender Alarmzustand werden kann.
Ein Duell zweier
Männer um die Wahrheit hinter einem drastischen Fall von sexuellem
Missbrauch durch einen Kirchenmann an einem seiner Zöglinge bildet den
Stoff von Felix Mitterers Stück „Die Beichte“, dessen Hörspielfassung den
ORF-Hörspielpreis und den Prix Italia erlangte.
In „Denn alle Lust will Ewigkeit“ finden Eros und Thanatos zu einer ganz
eigenen Liaison. Geht es hier doch um drei junge Frauen, deren Liebe
einzig und allein dem Tod gilt. Ihn besingen sie in Liedern...
Henrik Ibsen erzählt
in seinem Stück "John Gabriel Borkmann" einen surrealen Psycho-Krimi, der
zeigt, wie spannungsgeladen Bezie-hungen miteinander verknüpft sind.