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SPIELZEIT 2009/2010
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Chris rastet aus und schlägt zu. Ein Aussetzer, wird er danach sagen. Eine Situation, die eskaliert ist, denkt sie, seine Lehrerin. Sie gibt ihm noch eine Chance. Es entwickelt sich bei heimlichen Treffen im Verlauf des Stückes ein spannendes Wechselspiel zwischen zwei Menschen, die Grenzen überschritten haben: Chris und seine Lehrerin. Eine Begegnung auf verbotenem Terrain. Warum ist es so schwierig, miteinander zu sprechen? Wer ist der Täter? Wer ist das Opfer? Diese Rollen wechseln ständig zwischen ihnen und werfen immer neue Fragen auf. Fragen, die weit über das Thema Gewalt in der Schule hinausgehen. Wie in einem Krimi zeichnet der preisgekrönte Dramatiker Lutz Hübner in „Aussetzer“ ein vielschichtiges Porträt von zwei Menschen im Ausnahmezustand und macht den Tatort Schule zu einem universellen Konflikt voller Abgründe über Erpressung, Angst und Ratlosigkeit. Zugleich erzählt Hübner aber auch eine hoffnungsvolle Geschichte einer zarten Annäherung von zwei Menschen mit Problemen, die versuchen, sich zu verstehen. Hübners Sprache ist dabei klar und unprätentiös, sein Blick auf die Figuren klischeefrei und ohne jegliche moralische Wertung. Dass er sie geschlagen hat, wird sie nicht verraten, vorausgesetzt er hält sich an ihren Deal. Entdecken Sie mit uns Hübners „Aussetzer“: Eine poetisch explosive Odyssee von zwei Einzelkämpfern, die beide auf der Suche sind, auf der Suche nach Anerkennung und Akzeptanz: Viel Stoff zum Nachdenken und Diskutieren!
Regie: Konstantin Moreth; Bühnenbild, Kostüme: Gretl Kautzsch; Choreographie: Volker Michl; Dramaturgie: Susanne Hindenberg; Regie-Assistenz: Jeannine Koda Besetzung: Julia Kunze, Philipp Grimm / Golo Euler
Premiere: 29.1.2010
Pressestimmen
"Die Garanten für einen gelungenen Theaterabend sind in Konstantin Moreths konzentrierter und stimmiger Inszenierung Philipp Grimm und Julia Kunze. Wie sich die Lehrerin und ihr Schüler abstoßen, umkreisen, annähern und am Ende fremd bleiben, geht unter die Haut und hat zugleich komische Momente. Selten hat man Jugendsprache und hilflos-pubertäres Gehabe so authentisch auf der Bühne gesehen, wie Philipp Grimm das in seiner Rolle als perspektivloser Hauptschüler, der seine armselige Zukunft im ´Hartzen´ sieht, demonstriert." Landshuter Zeitung
"Unter der Regie von Konstantin Moreth gelingt den beiden jungen Schauspielern Julia Kunze und Philipp Grimm in Lutz Hübners cool formulierten Monologen die innere Not der Figuren herauszukristallisieren, die Handlungsklischees durch die Facetten der Charaktere zu brechen, die zwischenmenschlichen Prozesse ambivalent und die kontraproduktiven sozialen Einflüsse, insbesondere des verständnislosen Elternhauses authentisch aufblitzen zu lassen." Landshut aktuell
"Schickt die Jugend ins Theater! ...Regisseur Konstantin Moreth hat das Stück sehr gut für diese Zielgruppen inszeniert, lässt Papier regnen und rockige Ohrwürmer durch den Rottenkolberstadel hallen... der Hauptfokus gilt den beiden Schauspielern und die leisten wirklich Erstklassiges. Sowohl Philipp Grimm als auch Julia Kunze wirken authentisch und vor allem Jugendliche - die ja als äußerst kritisches und schnell gelangweiltes Publikum gelten - werden den beiden die Rollen auch abkaufen." Wochenblatt
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