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SPIELZEIT 2009/2010
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„Pornographie“
von Simon Stephens ist aufrüttelndes, von der Kritik gefeiertes
Gegenwartstheater, eine seismographische Zustands-beschreibung der
westlichen Kultur. „Pornographie“ bedeutet hier im übertragenen Sinne
die Gewalt, die in jedem von uns angelegt ist und die von uns alltäglich
voyeuristisch beobachtet wird. Nach Hamburg, Hannover und Berlin endlich
auch in Landshut. Das Stück erzählt von einem Tag der Katastrophe, spart
diese aber selber aus. Es schildert schildert in sieben Episoden den
Alltag von acht Großstadtmenschen, ganz normale Londoner, die in ihren
inneren und äußeren Beziehungen verstrickt sind, in Sehnsüchten,
Hoffnungen und Ängsten. Und die, gefangen in den Schablonen ihrer eigenen
Wahrnehmung, allesamt Tabubrüche begehen, weil sie sich nur im Moment der
Grenzüberschreitung lebendig fühlen. Währenddessen spielen sich in London
Tage der Euphorie, der Aufbruchsstimmung und der großen Katastrophe ab:
Nach dem Live Konzert im Hyde am 2. Juli erhält London am 6. Juli 2005 die
Zusage für die Olympiade 2012. Am 7.Juli 2005 lösen vier
Selbstmordattentäter Sprengsätze in der Londoner U-Bahn aus….
Regie: Sven Grunert; , Bühne: Helmut Stürmer; Kostüme: Karin Stephany;Dramaturgie: Susanne Hindenberg; Szenographie: Toni Gruber; Video: Hagen Wiel, Thomas Forster; Regie-Assistenz: Jakob Haller; Ton, Licht, Technik: Jürgen Behl, Markus Arndt, Theo Funke, Vladimir Baglay, Björn Andresen Besetzung: Anton Algrang, Julia Kunze, Birte Rüster, Gerrit Selmeier, Magda Stief, Urs Fabian Winiger
Premiere: 12.3.2010
Pressestimmen
„Der Terrorist entpuppt sich als höflicher Familienvater, der Frau und Kinder morgens zum Abschied küsst, ehe er sich auf den Weg macht um sich und andere in die Luft zu sprengen. ......Simon Stephens Pornographie in Landshut und Ingolstadt, hier düster verschattet, dort mit eisiger Präzision ausgeleuchtet und beides Mal eindrucksvoll.“ Bayerischer Rundfunk, BR2
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