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Dario Fo / Franca Rame
Offene Zweierbeziehung
"Offene Zweierbeziehung", 1983 in Italien
uraufgeführt, zielt direkt und ohne Umschweife auf den offenbar nur schwer
behebbaren wesentlichen Dauerclinch seit Erfindung der Menschheit: Das
Missverhältnis zwischen Mann und Frau. Das Stück begibt sich lustvoll in die
Abgründe moderner Beziehungsdramatik, die immer auch eine Gratwanderung ist
zwischen Aufbruch und Scheitern, Lieben und Leiden.
Der
Nobelpreisträger Dario Fo und seine Frau Franca Rame gehen in ihrer Farce
das Thema an, indem sie den Spieß der traditionellen Macht-verhältnisse
einfach umdrehen: Antonia leidet so lange an den Vorstel-lungen ihres
Gatten über eine "offene Zweierbeziehung", die dem Herrn alle Freiheit
lässt und der Gattin die Rolle der treuen, fleißigen Hausfrau im
Hintergrund zuweist, bis Antonia sich ebenfalls einen Liebhaber anlacht:
Die Konstellation der Ehe dreht sich um 180 Grad.
Dario Fo
pflegt einen an die Tradition der commedia dell'arte angelehnten
volkstümlichen Stil, Franca Rame kommt aus der Tradition des
Volks-schauspiels. Beide zusammen stehen für ein fröhliches, anarchisches,
aufgeklärtes Theater.
Premiere:
8. Januar 2012
Dauer: 1 Std. 10 Min., keine Pause
Regie: Daniel Kersten; Besetzung: Maja Elsenhans, Christian Mark
Pressestimmen
"Regisseur Daniel Kersten spielt schön
mit der Mechanik der dramatisch scheiternden Beziehung - und er hat mit
Maja Elsenhans und Christian Mark zwei Darsteller, welche diesen Zwist
gekonnt, manchmal subtil und manchmal zupackend schildern." Landshuter
Zeitung vom 10.1.2012
"Wir wären nicht im kleinen
Theater – diesmal im Foyer – würde sich aus diesem Drama nicht eine
urkomische Komödie entspinnen. Maja Elsen- hans und Christian Mark lassen
es als verkrachtes Paar so richtig kra- chen auf der Bühne, werfen sich die
Fo-Pointen zu wie bitterböse Blitze... Und doch erlebt das
Premierenpublikum einen kurzweiligen Abend.... Was aber vor allem ein
Verdienst des Gespanns Elsenhans / Mark ist. Und der Regie von Daniel Kersten, der offensichtlich
ein feines Händchen für dieses polternde Stück Boulevardtheater entwickelt
hat. Es ist einfach herrlich anzuschauen, dieses Paar am Rande des
Nervenzusammenbruchs." Wochenblatt vom 11.1.2012
„…ein kurzweilig amüsanter Theaterabend, eine gekonnte Mischung aus
kommentierender Erzählung und Slapstickkomödie, Commedia dell’arte und
Pantomime.“
Landshut aktuell vom 11.1.2012



Fotos von Dr. Bernd Seydel
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