SPIELZEIT 2011/2012


Dario Fo / Franca Rame  Offene Zweierbeziehung


"Offene Zweierbeziehung", 1983 in Italien uraufgeführt, zielt direkt und ohne Umschweife auf den offenbar nur schwer behebbaren wesentlichen Dauerclinch seit Erfindung der Menschheit: Das Missverhältnis zwischen Mann und Frau. Das Stück begibt sich lustvoll in die Abgründe moderner Beziehungsdramatik, die immer auch eine Gratwanderung ist zwischen Aufbruch und Scheitern, Lieben und Leiden.

Der Nobelpreisträger Dario Fo und seine Frau Franca Rame gehen in ihrer Farce das Thema an, indem sie den Spieß der traditionellen Macht-verhältnisse einfach umdrehen: Antonia leidet so lange an den Vorstel-lungen ihres Gatten über eine "offene Zweierbeziehung", die dem Herrn alle Freiheit lässt und der Gattin die Rolle der treuen, fleißigen Hausfrau im Hintergrund zuweist, bis Antonia sich ebenfalls einen Liebhaber anlacht: Die Konstellation der Ehe dreht sich um 180 Grad.

Dario Fo pflegt einen an die Tradition der commedia dell'arte angelehnten volkstümlichen Stil, Franca Rame kommt aus der Tradition des Volks-schauspiels. Beide zusammen stehen für ein fröhliches, anarchisches, aufgeklärtes Theater.

Premiere: 8. Januar 2012
Dauer: 1 Std. 10 Min., keine Pause

Regie: Daniel Kersten; Besetzung: Maja Elsenhans, Christian Mark

Pressestimmen

"Regisseur Daniel Kersten spielt schön mit der Mechanik der dramatisch scheiternden Beziehung - und er hat mit Maja Elsenhans und Christian Mark zwei Darsteller, welche diesen Zwist gekonnt, manchmal subtil und manchmal zupackend schildern." Landshuter Zeitung vom 10.1.2012

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Wir wären nicht im kleinen Theater – diesmal im Foyer – würde sich aus diesem Drama nicht eine urkomische Komödie entspinnen. Maja Elsen- hans und Christian Mark lassen es als verkrachtes Paar so richtig kra- chen auf der Bühne, werfen sich die Fo-Pointen zu wie bitterböse Blitze... Und doch erlebt das Premierenpublikum einen kurzweiligen Abend.... Was aber vor allem ein Verdienst des Gespanns Elsenhans / Mark ist. Und der Regie von Daniel Kersten, der offensichtlich ein feines Händchen für dieses polternde Stück Boulevardtheater entwickelt hat. Es ist einfach herrlich anzuschauen, dieses Paar am Rande des Nervenzusammenbruchs." Wochenblatt vom 11.1.2012

„…ein kurzweilig amüsanter Theaterabend, eine gekonnte Mischung aus kommentierender Erzählung und Slapstickkomödie, Commedia dell’arte und Pantomime.“
Landshut aktuell vom 11.1.2012

 



Fotos von Dr. Bernd Seydel