SPIELZEIT 2011/2012


Herbert Schäfer  Superstar sucht Deutschland

 

Im kleinen theater geschehen in dieser Saison mancherlei musikalische Reisen. Mit dazu gehört – neben der Dreigroschenoper – das Projekt "Superstar sucht Deutschland" von und mit Herbert Schäfer. Der Otto-Falckenberg-Schüler ist ein gefragter Schauspieler für Bühne, Film und TV und spielte unter anderem am Ulmer Theater, am Theater Freiburg, am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Bayerischen Staatstheater und am Zürcher Schauspielhaus. Jetzt ist er – ein glücklicher Umstand – am Landshuter kleinen theater zu sehen – und hat seine musikalische Reise durch deutschsprachiges Liedgut unter dem Titel "Superstar sucht Deutschland" im Gepäck.

In dem Liederabend geht es um einen Bühnentechniker und eine Putzfrau, die eine Bühne für eine Vorstellung herrichten sollen. Zwischen den Beiden knistert es – es herrscht erotische Hochspannung. Beide hegen aber auch den geheimen Traum, groß rauszukommen und Superstars zu werden. Sie beginnen, sich die Bühne zu erobern. Schäfer sagt, es sei ihm darum gegangen zu zeigen, wie Musik Stimmungen unterstreicht und erzeugt. Dazu hat er "in der deutschen Musikwelt herumgekramt" und viel gefunden fürs Gemüt und fürs Gefühl – aber er hat auch "Sachen gefunden, die richtig weh tun". Denn zum deutschen Liedgut gehört nicht nur Beethoven. Dazu gehört auch Dieter Bohlen. Ob wir wollen oder nicht.

"Superstar sucht Deutschland" beweist, dass sich der Geschichten er- zählende Liederabend auf der Bühne schon längst zu einem eigen- ständigen Genre entwickelt hat. Das kleine theater ist da inmitten dieser Entwicklung, derzeit ist auch Wittenbrincks "Denn alle Lust will Ewigkeit" zu sehen. Schäfer sagt: "Mir ist in diesem Genre vor allem der reale Be- zug wichtig. Der Boden, auf dem dieses Schiff los fährt, ist ein ganz realer. Die beiden Figuren arbeiten in der Tat auf einer Bühne. Sie treten dort auf." Am Schluss ist die Bühne komplett demoliert und das Publikum um eine Erkenntnis reicher: "Das ist zwar ein reiner Unter- haltungsabend, in den man nichts hineininterpretieren soll. Aber die Idee ist: Wenn Ihr Superstars werden wollt, seid es einfach – für Euch. Verlasst Euch nicht auf andere."

Idee und Konzeption: Herbert Schäfer
Besetzung: Herbert Schäfer, Nathalie Schott
 

Premiere: Freitag, 4. November 2011
Dauer: 1 St. 30 Min, keine Pause

Pressestimmen

"Im kleinen theater boomen die Singspiele. Zu Recht. Die Kombination von Geschichten, Spiel und den passenden Liedern verspricht Unterhaltung. ... Die angeregte Stimmung übertrug sich auch auf das höchst amüsierte Publikum." Landshuter Zeitung vom 7. November 2011

"Je weiter das Duo neben der Melodie liegt, je mehr es die Bühne ver- wüstet, umso größer wird der Beifall. Nach einem durchaus furiosen Schlussmedley müssen Nathalie Schott und Herbert Schäfer tatsächlich noch zwei Zugaben schmettern, dann ist es endgültig vorbei und das Zer- störungswerk vollbracht." Wochenblatt vom 9. November 2011