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Herbert Schäfer
Superstar sucht
Deutschland
Im
kleinen theater geschehen in dieser Saison mancherlei musikalische Reisen.
Mit dazu gehört – neben der Dreigroschenoper – das Projekt "Superstar
sucht Deutschland" von und mit Herbert Schäfer. Der Otto-Falckenberg-Schüler ist ein gefragter Schauspieler für Bühne, Film
und TV und spielte unter anderem am Ulmer Theater, am Theater Freiburg, am
Düsseldorfer Schauspielhaus, am Bayerischen Staatstheater und am Zürcher
Schauspielhaus. Jetzt ist er – ein glücklicher Umstand – am Landshuter
kleinen theater zu sehen – und hat seine musikalische Reise durch
deutschsprachiges Liedgut unter dem Titel "Superstar sucht Deutschland" im
Gepäck.
In dem
Liederabend geht es um einen Bühnentechniker und eine Putzfrau, die eine
Bühne für eine Vorstellung herrichten sollen. Zwischen den Beiden knistert
es – es herrscht erotische Hochspannung. Beide hegen aber auch den geheimen
Traum, groß rauszukommen und Superstars zu werden. Sie beginnen, sich die
Bühne zu erobern. Schäfer sagt, es sei ihm darum gegangen zu zeigen, wie
Musik Stimmungen unterstreicht und erzeugt. Dazu hat er "in der deutschen
Musikwelt herumgekramt" und viel gefunden fürs Gemüt und fürs Gefühl – aber
er hat auch "Sachen gefunden, die richtig weh tun". Denn zum deutschen
Liedgut gehört nicht nur Beethoven. Dazu gehört auch Dieter Bohlen. Ob wir
wollen oder nicht.
"Superstar
sucht Deutschland" beweist, dass sich der Geschichten er- zählende Liederabend
auf der Bühne schon längst zu einem eigen- ständigen Genre entwickelt hat. Das
kleine theater ist da inmitten dieser Entwicklung, derzeit ist auch
Wittenbrincks "Denn alle Lust will Ewigkeit" zu sehen. Schäfer sagt: "Mir
ist in diesem Genre vor allem der reale Be- zug wichtig. Der Boden, auf dem
dieses Schiff los fährt, ist ein ganz realer. Die beiden Figuren arbeiten in
der Tat auf einer Bühne. Sie treten dort auf." Am Schluss ist die Bühne
komplett demoliert und das Publikum um eine Erkenntnis reicher: "Das ist
zwar ein reiner Unter- haltungsabend, in den man nichts hineininterpretieren
soll. Aber die Idee ist: Wenn Ihr Superstars werden wollt, seid es einfach –
für Euch. Verlasst Euch nicht auf andere."
Idee und
Konzeption: Herbert Schäfer
Besetzung: Herbert Schäfer, Nathalie Schott
Premiere:
Freitag, 4. November 2011
Dauer: 1 St. 30 Min, keine Pause
Pressestimmen
"Im kleinen
theater boomen die Singspiele. Zu Recht. Die Kombination von Geschichten,
Spiel und den passenden Liedern verspricht Unterhaltung. ... Die angeregte
Stimmung übertrug sich auch auf das höchst amüsierte Publikum."
Landshuter Zeitung vom 7. November 2011
"Je weiter das
Duo neben der Melodie liegt, je mehr es die Bühne ver- wüstet, umso größer
wird der Beifall. Nach einem durchaus furiosen Schlussmedley müssen Nathalie
Schott und Herbert Schäfer tatsächlich noch zwei Zugaben schmettern, dann
ist es endgültig vorbei und das Zer- störungswerk vollbracht." Wochenblatt
vom 9. November 2011



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