Nach dem großen Erfolg des
Tanztheaterabends Palpitationen in der vergangenen Spielzeit geht die
Bewegungsspur im kleinen theater weiter. Eingeladen sind alle, die Lust
auf Bewegung haben, alle, die Tanz als Kunstform, als Urform der Sprache
erfahren möchte. Die aufstrebende Choreografin und Tanzdramaturgin
Alexandra Karabelas ist Master-Absolventin des Studiengangs
„Tanzkulturen“ der Universität Bern mit dem Schwerpunkt Narration im
Tanz. Seit 2009 kuratiert sie das zeitgenössische regionale Tanzfestival
"Schleudertraum“ in Regensburg und agiert unter ihrem eigenen Tanzlabel
„Tanz_Denken“.
Alexandra Karabelas präsentiert im
kleinen theater ihr
herausforderndes Performanceprojekt ZOES BIOS BOX,
kreiert für den renommierten Münchner Tänzer Stephan Herwig. Das
Projekt ist inspiriert von Jacques Rancières Überlegungen zum
emanzipierten Zuschauer. Motivisch bezieht sich ZOES BIOS BOX unter
anderem auf die Erschießung des Regensburger Studenten Tennessee
Eisenberg durch Polizeibeamte im April 2009 und Christoph Ransmayrs
Versepos „Der fliegende Berg“. Wer ist der, der tanzt? Zu welcher
Erzählung gelangt der Zuschauer angesichts dessen, was er erlebt? In
ZOES BIOS BOX wird Tanz zum hautnahen Ereignis, zum spannenden Rätsel.
Idee und Choreografie:
Alexandra Karabelas
Tanz und Performance:
Stephan Herwig, Martin Wax, Cia-Yin Ling
Raum und Objekt:
Susanne Gatzka
Soundkonzept:
Alexandra Karabelas
Kostümbild:
Bianca Schmid-Hedwig
Tonmischung, Video und Komposition:
Frank Wendeberg
Video:
Clemens Rudolph mit „Schmetterlinge“, Alexandra Heneka mit
„Findlinge“, Alexandra Karabelas und Nikolas Hau mit „Schreinerei“
Lichtkonzept:
Erhard Bablok
Dramaturgische Beratung:
Christoph Klimke
Quellen und
Bezüge unter anderem zu Christoph Ransmayr, Tennessee Eisenberg,
Michael Lissek, Martin Scorses, Mick Jagger, Aki Kaurismäki, Bent
Hamer, Jacques Rancière.